Lebensszenario
Seine Beziehung hat schon seit langem eine Tendenz zur Abnutzung aufgewiesen. Das sexuelle Interesse seiner Frau an ihm ist deutlich abgelaufen, sodass er sich jetzt nur bei seinen Kollegen über tristes Sexualleben beklagen musste. Jeder Abend hatte dasselbe Ende - sie war schon ab 21 Uhr tief unter der Decke begraben und er konnte überhaupt nicht auf ihre Zärtlichkeit oder körperliche Nahe rechnen. Wahrscheinlich hat bei ihm das Gefühl der Ablehnung und sexuellen Untauglichkeit das "Don-Juan-Gen" aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und ihn ins Fangennetz der Pornografie und sexgames getrieben. Die Lust auf andere Frauen war sehr groß aber die Suche nach der neuen Sex- oder Lebenspartnerin schien ihm zu stressig und zu aufwendig zu sein. Deswegen begann er sich jeden Abend, nachdem seine Ehefrau schon eingeschlafen ist, an den Computer zu setzten und die Sexgames halfen ihm, den Hunger nach Frischfleisch zu stillen. Zwar hatte er keinen Kontakt zum realen Frauenleib, vielmehr ging es um virtuelle Beziehungen mit den Pixelfiguren, oder besser gesagt - Frauenavataren, deren Figuren und weibliche Rundungen sehr realitätsgetreu waren. Neue Grafiktechnologien ermöglichten ihm, seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen und sein Sexualleben wieder in Schwung zu bringen. Ein Punkt für IHN!

